3 copy‑paste Lebenslauf Muster für Intensivpflegerin in Österreich: Summary, Erfahrung, Skills + Good-vs-Bad Beispiele für ATS und Klinik-Recruiting.
Du hast gerade „Lebenslauf Intensivpflege“ gesucht – das heißt: Du willst nicht philosophieren, du willst abschicken. Gut so. Unten bekommst du 3 komplette, realistische Lebenslauf-Muster für die Intensivpflegerin in Österreich (2026), so geschrieben, dass du Bullet Points kopieren und in 10 Minuten auf deine Station anpassen kannst.
Und ja: In der Intensivpflege entscheidet oft nicht „schön formuliert“, sondern ob du Beatmung, Katecholamine, Monitoring, Hygiene-Standards und Notfallroutinen sauber im CV sichtbar machst. Recruiter scannen nach genau diesen Signalen – und nach Zahlen.
Intensivpflegerin (DGKP Intensivstation)
Wien, Österreich · katharina.leitner@email.at · +43 660 123 45 67
Intensivpflegerin mit 6 Jahren Erfahrung auf interdisziplinärer ICU (8–12 Betten), Schwerpunkt Beatmung, hämodynamisches Monitoring und Sepsis-Management. Habe die Umsetzung eines Sedierungs-/Delir-Protokolls mit RASS/CAM-ICU mittrainiert und damit die dokumentierte Delir-Erkennungsrate im Team innerhalb von 3 Monaten von 55% auf 85% erhöht. Suche eine Position als DGKP Intensivstation mit Fokus auf Qualität, Einarbeitung und komplexe Akutpatient:innen.
Intensivpflegerin (DGKP) — St. Marien Klinikum Wien, Wien
03/2021 – 02/2026
DGKP (IMC/ICU Rotation) — Donaupark Spitalverbund, Wien
07/2019 – 02/2021
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP) — FH Campus Wien, Wien, 2016–2019
Invasives Monitoring (A-Linie, ZVK), Beatmung/Weaning, Perfusoren/Infusomaten, Katecholamin-Titration, Sepsis-Bundles, Delir-Assessment (CAM-ICU), Sedierung (RASS), Schmerzassessment (NRS), ABG/BGA-Interpretation, Tracheostoma-Pflege, CRRT-Grundlagen, Hygienestandards (MRSA/ESBL), SBAR-Übergaben, Reanimation (ALS), elektronische Pflegedokumentation (KIS), Angehörigenkommunikation
Du siehst hier drei Dinge, die in ICU-Recruiting sofort Vertrauen auslösen: Stationstyp + Komplexität, konkrete Tools/Standards und messbare Wirkung. Genau so liest ein:e Pflegedienstleitung oder HR: „Die Person kann ICU – und sie dokumentiert sauber.“
Das Profil ist kurz, aber „dicht“: Jahre, Setting (interdisziplinär, Bettenzahl), Schwerpunkte (Beatmung, Hämodynamik, Sepsis) und ein messbarer Beitrag (Delir-Protokoll). Damit hebst du dich von 80% der Bewerbungen ab, die nur „belastbar, teamfähig“ sagen.
Weak version:
Ich bin eine motivierte Pflegekraft und suche eine neue Herausforderung auf der Intensivstation. Ich arbeite gerne im Team und bin belastbar.
Strong version:
Intensivpflegerin mit 6 Jahren Erfahrung auf interdisziplinärer ICU (8–12 Betten), Schwerpunkt Beatmung, hämodynamisches Monitoring und Sepsis-Management. Habe die Umsetzung eines Sedierungs-/Delir-Protokolls mit RASS/CAM-ICU mittrainiert und damit die dokumentierte Delir-Erkennungsrate im Team innerhalb von 3 Monaten von 55% auf 85% erhöht. Suche eine Position als DGKP Intensivstation mit Fokus auf Qualität, Einarbeitung und komplexe Akutpatient:innen.
Der Unterschied ist brutal simpel: Die starke Version nennt dein ICU-Handwerk (Tools/Standards) und zeigt Outcome. Die schwache Version klingt wie jede zweite Bewerbung – und wird auch so behandelt.
In der Intensivpflege sind Aufgaben selten „nice to have“. Entscheidend ist: Was hast du gesteuert, überwacht, verhindert, beschleunigt? Deshalb beginnen die Bullets mit Verben (überwachte, führte, implementierte), nennen den Kontext (A-Linie/ZVK, RASS/CAM-ICU, Weaning) und enden mit einem Ergebnis.
Wichtig: Zahlen müssen nicht immer „Umsatz“ sein. In ICU sind Zahlen oft Raten, Zeiten, Vollständigkeit, Episoden, Protokoll-Compliance.
Weak version:
Betreuung von Intensivpatient:innen und Durchführung von Pflegemaßnahmen.
Strong version:
Überwachte invasives Monitoring (A-Linie, ZVK, MAP-Zielwerte) und titrierte Katecholamine nach SOP; reduzierte Hypotonie-Episoden >10 Min. pro Schicht im eigenen Patient:innen-Set um 25% durch engmaschige Trendanalyse.
Was sich geändert hat: Statt „Betreuung“ (nicht prüfbar) steht da was genau du gemacht hast, womit (Monitoring/Katecholamine/SOP) und welcher Effekt sichtbar wurde.
Österreichische Kliniken und Personaldienstleister filtern oft nach klaren ICU-Keywords: Beatmung, invasives Monitoring, Perfusoren, Sepsis, Delir, Hygiene, KIS. Diese Begriffe sind nicht Deko – sie matchen Stellenanzeigen und zeigen sofort, dass du nicht „irgendeine DGKP“ bist, sondern DGKP Intensivstation.
Wenn du eine Spezialisierung hast: Nenn sie. Beispiel: Neonatologie Pflegeperson (als Schwerpunkt) gehört in Skills/Profil – aber nur, wenn du wirklich in dem Setting gearbeitet hast.
Diplomierte Pflegeperson Intensivpflege (Junior)
Graz, Österreich · sarah.gruber@email.at · +43 664 222 11 09
DGKP mit 1,5 Jahren Erfahrung auf IMC mit regelmäßigen ICU-Übernahmen, Schwerpunkt Monitoring, postoperative Stabilisierung und strukturierte Übergaben (SBAR). Habe im Rahmen der Einarbeitung die BGA-Standarddokumentation mit aufgebaut und die Quote vollständig dokumentierter BGA-Werte im Team von 60% auf 90% in 6 Wochen erhöht. Suche eine Einstiegsposition als Intensivpflegerin mit klarer Einarbeitungsstruktur und Entwicklung Richtung Beatmung/Weaning.
DGKP IMC (Rotation ICU) — Murtal Kliniken GmbH, Graz
09/2024 – 02/2026
Pflegeassistenz (Nebenjob während Ausbildung) — Pflegezentrum Rosenhain, Graz
10/2022 – 08/2024
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP) — FH Joanneum, Graz, 2021–2024
IMC/ICU-Übernahmen, NIV/High-Flow, NEWS2, SBAR, BGA/ABG-Dokumentation, postoperative Überwachung, Bilanzierung, Perfusoren/Infusomaten (Basis), Hygienestandards, Wund-/Drainagenmanagement, Schmerzassessment (NRS), Delir-Screening (Basis), KIS/Pflegedoku, Angehörigenkommunikation, Teamarbeit im Akutsetting
Als Junior musst du nicht so tun, als würdest du schon alles „führen“. Du gewinnst über saubere Basics + Lernkurve + sichere Kommunikation. Darum stehen hier NIV/High-Flow, NEWS2 und SBAR im Vordergrund – das sind typische Einstiegs-„Hebel“, die Stationsleitungen wirklich sehen wollen.
Und ja: Auch als Einsteigerin kannst du Zahlen liefern. Nicht „Umsatz“, sondern Zeit bis Therapieanpassung, Dokumentationsquote, Alarmreduktion.
ATS heißt in der Praxis: Dein CV wird nach Begriffen abgesucht, die in der Anzeige stehen. In Österreich sind das bei Intensivpflege oft Beatmung, Monitoring, Perfusoren, Sepsis, Delir, Hygiene, KIS plus Zertifikate/Standards.
Intensivpflegerin / Intensivpflegespezialist (Stv. Teamleitung)
Linz, Österreich · martina.hofer@email.at · +43 650 987 65 43
Intensivpflegerin mit 12 Jahren Erfahrung auf chirurgischer und interdisziplinärer ICU, Schwerpunkt Beatmung, CRRT-Grundlagen und Qualitätsarbeit (Hygiene, Dokumentation, Übergaben). Habe ein Einarbeitungskonzept inkl. Skills-Checklisten eingeführt und die Einarbeitungszeit bis zur eigenständigen 2-Betten-Betreuung von 16 auf 12 Wochen reduziert. Suche eine Senior-Rolle als Fachkrankenpfleger Intensiv bzw. DGKP Intensivstation mit Verantwortung für Standards, Coaching und Patient:innensicherheit.
Stv. Teamleitung ICU / DGKP — DonauMed Kliniken Linz, Linz
01/2020 – 02/2026
Intensivpflegerin (DGKP) — Salzkammergut Akutspital, Gmunden
05/2014 – 12/2019
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP) — Gesundheits- und Krankenpflegeschule OÖ, Linz, 2011–2014
ICU-Leadership, Einarbeitung/Coaching, SBAR-Standardisierung, CIRS-nahe Auswertungen, Hygiene-Audits, invasive Beatmung, Bauchlagerung, Weaning, Delir-Assessment (CAM-ICU), Sedierung (RASS), Perfusoren/Infusomaten, Tracheostoma-Management, CRRT-Grundlagen, Sepsis-Management, KIS/Pflegedoku, interprofessionelle Visiten, Angehörigenkommunikation, Eskalationsmanagement
Senior heißt nicht „mehr Aufgaben auflisten“. Senior heißt Scope: Standards, Einarbeitung, Qualität, Risiko. Du zeigst, dass du nicht nur Patient:innen versorgst, sondern das System stabiler machst – Übergaben, Hygiene, Coaching. Genau dafür werden Senior-Profile in Österreich bezahlt und eingestellt.
Du hast jetzt drei funktionierende Vorlagen. Der nächste Schritt ist nicht „noch schöner formulieren“, sondern deine Version so zu bauen, dass sie in 20 Sekunden sitzt. Stell dir vor, die Stationsleitung liest deinen CV zwischen zwei Telefonaten. Was muss sofort hängen bleiben? Setting, Tools, Sicherheit.
Die beste Formel ist fast schon langweilig – und genau deshalb funktioniert sie: [X Jahre] + [Setting/Spezialisierung] + [1 messbarer Beitrag] + [Zielrolle]. In der Intensivpflege darf das ruhig technisch klingen. „Beatmung, invasives Monitoring, RASS/CAM-ICU“ ist kein Jargon – das ist dein Handwerk.
Wenn du dich spezialisierst (z. B. Richtung Neonatologie Pflegeperson), dann nenn es klar – aber nur, wenn es durch Praxis oder Fortbildung gedeckt ist. Recruiter merken sofort, wenn jemand „Neonatologie“ schreibt, aber nur internistische Erwachsene gepflegt hat.
Weak version:
Ziel ist eine Stelle auf der Intensivstation, wo ich meine Stärken einbringen kann.
Strong version:
Intensivpflegerin mit 4 Jahren Erfahrung auf interdisziplinärer ICU, Schwerpunkt Beatmung, Weaning und Delir-Assessment (RASS/CAM-ICU). Habe die Vollständigkeit der Sedierungsdokumentation in meinem Team in 6 Wochen von 72% auf 94% erhöht. Suche eine DGKP Intensivstation-Rolle mit Fokus auf Patient:innensicherheit und strukturierte Übergaben.
Warum das wirkt: Du gibst dem Gegenüber eine klare Schublade („kann ICU“) und einen Grund, dich einzuladen („liefert messbar Qualität“).
Schreib in umgekehrt chronologischer Reihenfolge und mach aus Tätigkeiten Ergebnisse. In ICU ist „zuständig für“ wertlos, weil es nichts beweist. Nimm stattdessen Situationen, die jede Station kennt: Weaning, Sepsis, Übergaben, Perfusoren, Hygiene, Dokumentation, Angehörige.
Ein guter Bullet hat immer diese Bausteine: Verb + Tool/Standard + Kontext + Zahl/Resultat. Die Zahl kann eine Rate, Zeit, Quote oder ein Vorher/Nachher sein.
Weak version:
Durchführung von Pflegedokumentation und Überwachung der Vitalzeichen.
Strong version:
Dokumentierte Vitalparameter und BGA-Trends im KIS und eskalierte Abweichungen nach SBAR; verkürzte die Zeit bis zur Therapieanpassung bei 20 Fällen im Schnitt um 12 Minuten.
Damit du schneller schreibst, hier Verben, die in Intensivpflege-Bullets „natürlich“ klingen (und nicht nach Bürojob):
ATS heißt in der Praxis: Dein CV wird nach Begriffen abgesucht, die in der Anzeige stehen. In Österreich sind das bei Intensivpflege oft Beatmung, Monitoring, Perfusoren, Sepsis, Delir, Hygiene, KIS plus Zertifikate/Standards.
Mach es dir leicht: Nimm 2–3 aktuelle Stellenanzeigen (Klinik, Ordensspital, Spitalverbund, Leasing) und markiere die wiederkehrenden Wörter. Genau diese Wörter gehören in deine Skills – nicht „kommunikativ“.
Hier ist eine solide Keyword-Liste für den AT-Markt, profession-spezifisch:
Hard Skills / Fachliche Skills
Tools / Software
Zertifikate / Standards
In Österreich zählt zuerst die Basis: DGKP-Diplom (bzw. anerkannte Ausbildung) sauber mit Institution und Zeitraum. Danach kommen Fortbildungen, die wirklich ICU-relevant sind: Reanimation (BLS/ALS), Beatmungs-/Weaning-Schulungen, Delir/Sedierung, Hygiene, ggf. Nierenersatzverfahren. Schreib Fortbildungen nicht als „Seminar besucht“, sondern als Signal: „Kann Standards anwenden“.
Wenn du gerade in einer Weiterbildung steckst, schreib sie ehrlich als „laufend“ mit Startdatum. Das wirkt besser als ein Loch im Lebenslauf – und es zeigt Entwicklung. Was du weglassen kannst: sehr alte, fachfremde Kurzkurse ohne Bezug zur Intensivpflege.
Viele schreiben „Intensivpflege“ drauf, aber der Text darunter klingt wie Normalstation. Beispiel: „Vitalzeichen gemessen, Medikamente verabreicht.“ Fix: Nenn ICU-spezifische Dinge wie invasives Monitoring, Perfusoren, Sedierungs-/Delir-Scores, Weaning – sonst glaubt dir niemand das Setting.
Der zweite Klassiker ist die Angst vor Zahlen. Dabei sind Zahlen in ICU überall: Dokumentationsquote, Zeit bis Eskalation, Compliance bei Checklisten, Reintubationsrate, Auditwerte. Fix: Nimm 1–2 Kennzahlen pro Job, die du plausibel belegen kannst (auch aus Team-Audits/Checklisten).
Drittens: zu viel „ich bin belastbar“. Klar bist du das – sonst wärst du nicht hier. Aber es ist kein Skill, der dich unterscheidet. Fix: Ersetze Floskeln durch Standards (RASS/CAM-ICU, SBAR, Sepsis-Bundle) und Kontext (Bettenzahl, Stationstyp, Rotation).
Viertens: Bullet Points ohne Tools. „Überwachung“ ohne A-Linie/ZVK/Monitoring ist wie „Auto gefahren“ ohne Führerschein-Klasse. Fix: Nenn Geräte/Protokolle, die in deiner Station wirklich laufen.
Wenn du als Intensivpflegerin in Österreich eingeladen werden willst, brauchst du keinen Roman – du brauchst Setting, Standards, Zahlen. Kopier dir eines der Muster, ersetze Station/Tools durch deine Realität und schärfe dein Profil auf 2–3 Sätze.
Wenn du das jetzt sauber in ein ATS-taugliches Layout bringen willst: Bau deinen Lebenslauf auf cv-maker.pro mit passenden Vorlagen und den ICU-Keywords aus diesem Artikel.